EU-Kommission: Kein Heimat-Prinzip für Roaming-Tarife

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Die EU-Behörde verzichtet darauf, die Preise für Handygespräche im europäischen Ausland per Verordnung auf das Niveau der Preise für Inlandgespräche zu senken. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf einen Entwurf für eine EU-Verordnung.
Gemäss Bericht haben Mobilanbieter davor gewarnt, dass die Handy-User bei einer Annahme des "Heimat-Prinzips" in Ländern mit Billigtarifen Handyverträge hätten abschliessen können. Damit wären sie in der Lage gewesen, im eigenen Land mit günstigeren Tarifen zu telefonieren.
Wie die FAZ schreibt, sollen nun die Roaming-Gebühren an den Durchschnitt der Gebühren anderer Anbieter der EU-Staaten gekoppelt werden: Im Grosshandel dürfe der Preis für Telefonate aus dem Ausland ins Heimatland oder ein anderes EU-Mitgliedsland nicht mehr als das Dreifache dieser Basis betragen. Für Durchschnittsnutzer würden die Kosten so um bis zu 70 Prozent sinken, zitiert die FAZ einen Sprecher der EU-Kommission.