EU-Kommission und Microsoft sehen eine Lösung für den Browserstreit
Dank einem verbesserten Angebot von Microsoft sind der US-Konzern und die EU-Kommission auf gutem Weg, im Kartellrechtsstreit um den Internet Explorer eine Lösung zu finden. In Zukunft sollen alle Nutzer eines Windows-Betriebssystems im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ihren Internetbrowser frei wählen können. Laut dem neuen Microsoft-Angebot sollen die Windows-User bei Windows XP, Windows Vista und Windows 7 über einen „Choice Screen“ wählen können, welche anderen Browser sie zusätzlich oder anstelle des Internet Explorers installieren wollen. Dabei sollen als Auswahl die zwölf meistgenutzten Browser zur Verfügung stehen. Damit bliebe auch genug Platz für Newcomer. Die EU-Kommission will das neue Angebot nun prüfen, hat aber bereits ihre Zustimmung signalisiert.
Bereits im Juli hatte Microsoft angeboten, mittels Software-Update alle Windows-Nutzer zu fragen, ob sie den Browser wechseln wollen und eine Liste mit möglichen alternativen Browsern anzuzeigen. Nach Befragung von Microsofts Konkurrenten hatte die EU-Kommission den US-Konzern dazu aufgefordert, sein Angebot zu verbessern. Der „Choice Screen“ würde nun die Anforderungen der EU-Kommission erfüllen, wie EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in einer Mitteilung bestätigt.
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