EU-Minister wollen barrierefreies Internet für alle

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Gestern wurde in Riga durch Minister der EU-Mitgliedstaaten, der Beitrittsländer und Kandidatenländer sowie der EFTA-Länder (Liechtenstein, Island, Norwegen, Schweiz) eine Erklärung unterzeichnet, die verlangt, dass in der EU bis 2010 der Rückstand der Internetnutzung benachteiligter Menschen halbiert wird. Zudem soll die Verfügbarkeit von Breitbandnetzen in Europa auf mindestens 90 Prozent ansteigen. Laut Zählungen der EU hat in Europa die Anzahl Breitbandanschlüsse im letzten Jahr zwar um 60 Prozent zugenommen, die Breitbandversorgung lag in den ländlichen Gebieten der EU aber nur bei 60 Prozent, während in den städtischen Ballungszentren über 90 Prozent der Unternehmen und Haushalte über einen Breitbandanschluss verfügten.
Zudem will die Erklärung, dass bis 2010 alle öffentlichen Webseiten barrierefrei zugänglich sind. In der EU nutze derzeit nur jeder Zehnte über 65 Jahre das Internet. Und nur 3 Prozent der öffentlichen Websites entsprechen den Mindestanforderungen an einen barrierefreien Zugang zu den Sites, heisst es in einer Pressemeldung der EU-Kommission.
Am Ministertreffen in Riga nahm als Schweizer Vertreter Bundespräsident Moritz Leuenberger teil.