EU versus Microsoft: Ultimatum bis Ende Mai

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Die EU-Kommission lässt nicht locker. Im Streit um die Erfüllung von EU-Sanktionen hat die EU-Kommission Microsoft eine Frist bis zum 31. Mai gesetzt, um ein endgültiges Angebot zur Lösung des seit Jahren schwelenden Konflikts beizulegen. Im März 2004 hatte die EU-Kommission den weltgrössten Softwarekonzern wegen Marktmissbrauchs zu einem Rekord-Bussgeld von 500 Millionen Euro verdonnert und gleichzeitig die Veröffentlichung der Schnittstellenspezifikationen für die Server-Kommunikation und die Bereitstellung einer Windows-Version ohne integrierten Mediaplayer verfügt. Bereits Ende April hatten die Wettbewerbshüter der EU-Kommission Microsoft vor weiteren Verzögerungen bei der Erfüllung der Auflagen gewarnt. Microsoft hat beim Europäischen Gerichtshof rekurriert, ein definitiver Entscheid steht noch aus. In erster Instanz hat der Präsident des Europäischen Gerichtshofes die verhängten Auflagen jedoch bereits bestätigt. Microsoft hat in der Vergangenheit zwar Entgegenkommen signalisiert und Vorschläge zur Lösung des Konflikts angekündigt, bislang ist jedoch bei der EU-Kommission offensichtlich noch nichts Zufriedenstellendes eingegangen. Die Zwangsgelder, welche die Kommission gegen Microsoft bei Nichteinhaltung der Auflagen im Extremfall täglich verhängen kann, betragen bis zu fünf Prozent eines Tagesumsatzes. Der Jahresumsatz von Microsoft beträgt 37 Milliarden US-Dollar.