EU droht mit Bussen

Meta muss Whatsapp für KI-Assistenten öffnen – vorerst

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von René Jaun und Netz-KI Bot und ahu

Im Herbst 2025 hat Meta KI-Anwendungen Dritter weitgehend aus seinem Whatsapp-Messenger verbannt. Damit könnte Meta gegen EU-Wettbewerbsrecht verstossen. Während die EU-Kommission dies prüft, verlangt sie von Meta, KI-Assistenten wieder gebührenfrei zuzulassen.

(Source: Tingey Injury Law Firm / Unsplash)
(Source: Tingey Injury Law Firm / Unsplash)

Die Europäische Kommission hat einstweilige Massnahmen gegen Meta angeordnet. Der Konzern müsse konkurrierenden allgemeinen KI-Assistenten wieder kostenlosen Zugang zu Whatsapp gewähren, teilt die Behörde mit. Konkret geht es um den Zugang zur Programmierschnittstelle für Business-Anwendungen (Whatsapp Business API).

Am 15. Oktober 2025 schränkte Meta den API-Zugriff für KI-Assistenten Dritter ein. Zunächst untersagte der Konzern die Nutzung für derartige Anwendungen komplett, wie aus der Mitteilung der EU hervorgeht. Metas eigener KI-Assistent Meta AI blieb davon unberührt.

Daraufhin eröffnete die EU-Kommission eine Untersuchung. Sie prüft, inwiefern Meta mit dieser Zugangssperre gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstösst. Mit dem Ausschluss könnte das Unternehmen möglicherweise seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben.

Am 4. März 2026 erlaubte Meta den Zugang für KI-Assistenten von Drittanbietern zwar wieder, jedoch nur gegen Zahlung einer Nutzungsgebühr.

Nun fordert die Kommission, Meta solle die Bedingungen wiederherstellen, die vor dem 15. Oktober 2025 gegolten hätten. Drittanbieter von allgemeinen KI-Assistenten sollen die Whatsapp-API demnach wieder kostenlos benutzen dürfen.

Whatsapp soll dieser Aufforderung binnen 5 Tagen nachkommen und müsse den kostenlosen API-Zugang während der laufenden Untersuchung aufrechterhalten.

Setzt Meta die angeordneten Massnahmen nicht um, könnte die EU-Kommission das Unternehmen büssen: In der Mitteilung ist von einer Geldstrafe von höchstens 10 Prozent des im Vorjahr erzielten Gesamtumsatzes sowie von täglichen Zwangsgeldern in Höhe von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes die Rede.

Die Behörde betont, dass sie noch keinen endgültigen Entscheid zur Rechtmässigkeit von Metas Verhalten getroffen habe. Die einstweiligen Massnahmen sollen laut Kommission verhindern, dass dem Wettbewerb in einem wachsenden Markt ein schwerer und kaum wiedergutzumachender Schaden entstehe. In schnell wachsenden Märkten könne Wettbewerb verloren gehen, bevor ein finales Verfahren abgeschlossen sei, wird Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, in der Mitteilung zitiert.

Meta wiederum kündigt an, gegen die Verfügung Berufung einzulegen, wie die "BBC" berichtet. "Die Europäische Kommission hat entschieden, dass OpenAI und einige der grössten Unternehmen der Welt das kostenpflichtige Produkt Whatsapp Business kostenlos nutzen dürfen", zitiert das Portal aus Metas Stellungnahme. "Dies ist eine regulatorische Überdehnung, die von den vielen europäischen Unternehmen subventioniert wird, die dafür bezahlen."

 

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