EU nimmt Marktmacht von US-Cloud-Giganten unter die Lupe
Europäische Kartellbehörden nehmen die Marktmacht der grossen US-Cloud-Dienste AWS, Microsoft Azure und Google Cloud ins Visier. Nach einer geplanten Untersuchung soll man über strengere Auflagen für die Tech-Giganten im Rahmen des Digital Markets Acts der EU debattieren.
Europäische Kartellbehörden planen eine Untersuchung der Marktmacht der grossen Cloud-Dienste Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen dabei helfen, zu entscheiden, ob den Tech-Konzernen im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) der EU strengere Auflagen auferlegt werden. Dies berichten laut "Bloomberg" (Paywall) einige mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Motivation hinter dem Vorhaben sei eine Reihe grosser Ausfälle, die weltweit zu Störungen der Cloud-Dienste geführt haben. Dies verdeutlicht laut "Bloomberg" die Risiken einer Abhängigkeit von nur einer Handvoll Cloud-Anbietern.
Die US-Cloud-Giganten hätten sich bislang dem DMA entziehen können, da ihr Geschäft grösstenteils über Unternehmensverträge abgewickelt wird. Dies erschwert, wie es weiter heisst, eine Ermittlung der einzelnen User, was jedoch ein Kernkriterium der EU für die Einstufung von besonders überwachungsbedürftigen Unternehmen sei.
Nach der entsprechenden Untersuchung könnten die EU-Regulierungsbehörden die Cloud-Anbieter demnach zu einer Reihe neuer Auflagen hinsichtlich Interoperabilität und Datenportabilität verpflichten. Fallen die Cloud-Dienste unter den Geltungsbereich der Vorschriften, könnten zudem im Falle eines Verstosses erhebliche Geldstrafen gegen sie verhängt werden.
Die EU-Kommission hat andere Tech-Konzernen, die bereits dem DMA unterliegen, zu Rechenschaft gezogen. Unter anderem drohen Tiktok und Meta neue Bussen aus Europa, wie Sie hier lesen können. Doch auch Apple geriet dieses Jahr ins Visier der EU, lässt die vorgesehene 500-Millionen-Dollar-Busse jedoch nicht auf sich sitzen - hier mehr dazu.
Wie sich Vorschussbetrüger Vertrauen erschleichen
Wie Schweizer Rechenzentren auch im KI-Zeitalter nachhaltig arbeiten
KI-Entlassungen steigern nicht die Rendite
Foxconn bestätigt Cyberangriff
SDEA prüft neu auch, wie viel Wasser Rechenzentren verbrauchen
Google bringt KI-Laptop auf den Markt
Büsi in der Ecke, Büsi im Scheinwerferlicht
Die Post speichert digitale Briefe auf Google-Servern
Auditfähig. Und trotzdem schnell.