Finanzdebakel bei WorldCom - profitieren andere?

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Der amerikanische Telekommunikationskonzern WorldCom hat in den letzten fünf Quartalen Falschbuchungen von insgesamt 3,85 Milliarden Dollar vorgenommen. WorldCom hat diese bei einer internen Revision entdeckt und sofort die SEC und wichtige Banken informiert sowie seinen Finanzchef entlassen. Der neue WorldCom CEO John Sidgmore, welcher seit dem 29. April 2002 im Amt ist, sagte, sein Führungsteam sei geschockt. WorldCom wird nun die Geschäftsergebnisse für das Jahr 2001 und das erste Quartal 2002 neu herausgeben. So wird aus den bisher gemeldeten Gewinnen von 1,4 Milliarden Dollar Gewinn für 2001 und 130 Millionen Dollar für das erste Quartal 2002 wohl ein Verlust werden. Die WorldCom Aktien brachen nachbörslich von 83 Cents auf 35 Cents ein. WorldCom wird am Freitag mit der Entlassung von 17000 Mitarbeitern beginnen. Das Unternehmen hat Schulden in der Höhe von über 30 Milliarden Dollar. Der ADSL-Provider Cybernet, der am 31. Mai eine Partnerschaft mit WorldCom im Preselection-Bereich eingegangen ist, rechnet mit keinen grossen Auswirkungen der WorldCom-Probleme auf die Zusammenarbeit. Cybernet Schweiz CEO Rene M. Waser sagte gegenüber dem Netzticker, eventuell werde Cybernet sogar von der jetzigen Situation bei WorldCom profitieren, da Kunden mit Standleitungen von WorldCom zu Cybernet wechseln könnten.