Flughafen Zürich will Gesichtserkennung einsetzen

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Ein Bericht der deutschen Zeitschrift Spiegel hat in der hiesigen Presse für Beachtung gesorgt: Laut Spiegel will der Flughagen Zürich in den nächsten Wochen ein biometrisches Gesichtserkennungssystem in Betrieb nehmen, mit dem jeder ankommende Passagier beim Verlassen des Flugzeuges elektronisch geprüft wird. Die Polizei hat den Bericht bestätigt, wollte aber keine zusätzlichen Angaben machen. Ziel dieses Vorgehens ist es herauszufinden, mit welcher Maschine ein Asylbewerber eingereist ist, der seine Papiere unmittelbar nach der Ankunft zerstört, was eine gängige Praktik ist. Dies ist für die Behörden deshalb von grossem Interesse, weil die Fluggesellschaften verpflichtet sind, Passagiere, denen die Einreise verweigert wird, wieder zurückzufliegen. Die Bochumer Firma C-Vis hat dem Flughafen letzte Woche die für die Überwachung notwendige Technik geliefert. Das Gesichtserkennungssystem wird laut C-Vis-Chef Thomas Zielke damit erstmals offiziell in einem Flughafen eingesetzt. Im Geheimen sei es jedoch schon länger auf Grossflughäfen in Grossbritannien und den Niederlanden getestet worden.