Forscher unter der Leitung der ETH gewinnen Supercomputing-Preis
Der Gordon Bell-Preis ist eine bedeutende Auszeichnung für Forscher, die sich im Supercomputing-Bereich einen Namen machen.
Wissenschaftler der ETH Zürich und des IBM Forschungszentrums in Rüschlikon realisierten in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München und dem Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) die laut IBM bisher umfangreichsten Simulationen auf dem Gebiet der Fluiddynamik. Geleitet wurde das Weltrekordprojekt von der Gruppe des ETH-Professors Petros Koumoutsakos am Computational Science & Engineering Lab.
Die Arbeit wurde diese Woche an der Supercomputing-Konferenz in Denver vorgestellt und mit dem Gordon Bell-Preis der Association for Computer Machinery (ACM) ausgezeichnet.
Für medizinische Zwecke
Für das Projekt simulierten Forscher gleichzeitig 15'000 implodierende Gasbläschen in einer Flüssigkeit. Dies stellt laut IBM eine 150-fache Verbesserung des bisher möglichen dar. Die Arbeit ermögliche ein besseres Verständnis über das Verhalten von Gas-Flüssigkeitsgemischen und die Auswirkungen von implodierenden Bläschen. Dies sei für verschiedene Anwendungen von grosser Bedeutung, etwa in der Medizin zum Entfernen von Nierensteinen, in der Krebsbehandlung oder in der Automobiltechnik zur Effizienzsteigerung von Hochdruckeinspritzdüsen.
Für die Simulationen nutzte das Forscherteam 1,6 Millionen Rechenkerne des aus 96 Racks bestehenden IBM BlueGene/Q-Rechners "Sequoia" am LLNL, einem der weltweit schnellsten Supercomputer. Bei den Simulationen wurde eine bisher unerreichte Dauerrechenlast von 14,4 Petaflop/s erzielt – 73 Prozent der theoretisch möglichen Spitzenleistung Sequoias.
Preis hat eine grosse Bedeutung
Die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von 10'000 Franken verbunden ist, hat in der wissenschaftlichen Welt eine grosse Bedeutung. Das Forscherteam hoffe, durch die Aufmerksamkeit, die der Preis mit sich bringt, einfacher in Kontakt mit Ärzten zu kommen, um mit ihnen zusammenarbeiten zu können, sagt Chris Sciacca, Mediensprecher von IBM Research in Rüschlikon, auf Anfrage.
Andere Forscherteams von IBM haben den Gordon Bell-Preis bereits 2005 und 2009 erhalten. Der Preis wird jährlich vergeben.
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