Fusion Telia-Sonera genehmigt

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Telia, der führende skandinavische Telekomkonzern, darf die finnische Telco Sonera übernehmen. Allerdings muss Telia sein Mobilfunk-Geschäft in Finnland und sein schwedisches Kabel-TV-Netz verkaufen. Dadurch soll verhindert werden, dass der neue Grosskonzern allzu mächtig wird. Die beiden halbstaatlichen Gesellschaften sicherten zudem zu, ihre Fest- und Mobilfunknetze sowie die Dienstleistungsgeschäfte in den beiden Ländern rechtlich zu trennen. Beim Zusammengehen von Telia und Sonera, das Anfang Jahr spruchreif wurde, handelt es sich gemäss EU-Kommission um die erste Fusion von Unternehmen, die in benachbarten europäischen Ländern ihren Sitz haben. Die Befürchtungen, das neue Unternehmen könnte seine Marktstellung zu Ungunsten der Verbraucher ausnutzen, seien ausgeräumt. Die Kommission bezeichnet die Einigung sogar als beispielhaft. Ein Fusionsversuch von Telia mit dem norwegischen Konkurrenten Telenor war 1999 noch am Veto der staatlichen Eigentümer gescheitert. Beim Übernahmeangebot per Aktientausch Ende März hatte Telia für Sonera 7,4 Milliarden Euro geboten. Der Aufschlag auf den tatsächlichen Börsenwert Soneras belief sich damals auf rund 16 Prozent. Mittlerweile ist der Wert des Angebots aber in Folge der Schwäche bei Telekom-Titeln auf 4,8 Milliarden Euro gesunken. Der Aufschlag beträgt deshalb nur noch rund sechs Prozent. Die Aktionäre von Sonera haben nach Worten eines Telia-Sprechers in der zweiten Augusthälfte Gelegenheit, das Angebot anzunehmen. Zielmärkte der neuen Gesellschaft sind Nordeuropa, das Baltikum und Russland.