Gefährlicher Aprilscherz: Heute regt sich Conficker
Am heutigen Aprilanfang kommt Leben in Conficker (auch bekannt unter den Namen Downadup und Kido). Der Programmierer des Internetwurms hat den 1. April als Datum vorgesehen, an dem sich der inzwischen auf Millionen von PCs eingenistete Schädling über das Internet neue Instruktionen holen soll. Noch herrscht Rätselraten, welche Routine er am heutigen Tag genau ausführen wird. „Noch wissen wir nicht, was der Verbreiter von Conficker eigentlich bezweckt“, gibt Graham Cluely, Senior Technology Consultant beim britischen Antivirenspezialisten Sophos, im Gespräch mit der Netzwoche zu. Derzeit wisse man nur, dass der Wurm eine gewaltige Computerarmee zusammenstelle, die auf Anweisungen wartet. Das ganze Interview mit Cluely über die Cleverness der Virenschreiber und die Gefahren in Social Networks lesen Sie in der kommenden Netzwoche, die aus Anlass der Best-of-Swiss-Web-Preisverleihung diese Woche erst am Freitag ausgeliefert wird.
Viele IT-Security-Anbieter wie Bitdefender oder Trend Micro stellen inzwischen für vom Wurm befallene Rechner kostenlose Entfernungstools zur Verfügung. Sophos seinerseits warnt vor falscher Hilfe: Es seien an diesem 1. April vermehrt Angriffe von Trittbrettfahrern zu erwarten, die die Angst der Anwender vor einer Conficker-Infektion ausnutzen und gefälschte Entfernungstools in Umlauf bringen. In Wirklichkeit soll mit diesen Tools Geld für die gefälschte Software ergaunert oder gar weiterer Schadcode auf die Computer geladen werden.
Eine Zusammenfassung mit Schritt-für-Schritt-Anweisungen zur Entfernung des Schädlings hat die unabhängige IT-Security-Plattform IT Risk Space veröffentlicht. IT Risk Space wurde kürzlich von Schweizer Security-Spezialisten als Diskussionsplattform ins Leben gerufen.
Marco Zimmer
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