Gewalt-Spiele machen aggressiv

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Gewalthaltige Computerspiele machen Kinder unter bestimmten Umständen aggressiv, führen zu einer emotionalen Abstumpfung und senken die Hemmschwelle zu Gewalt. Dies ist das Resultat einer Studie der zwei Psychologen Clemens Trudewind und Rita Steckel der Universität Bochum. Die zwei Motivations- und Emotionspsychologen untersuchten 280 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren: Das Einfühlungsvermögen für Mitleid erregende Bilder sei sehr unterschiedlich ausgeprägt – abhängig von der Bindungssicherheit der Kinder zu den Eltern und des Inhaltes eines zuvor gespielten Computerspiels. Die Kinder mussten entweder ein gewaltfreies, ein leistungsthematisches oder ein Problemlösespiel und ein Kampfspiel spielen und wurden anschliessend mit einem Bildersatz konfrontiert, der 96 positive sowie negative und belastende Bilder enthielt. Mit einer Elektrode am Zeigefinger sowie einer Videokamera zeichneten die Forscher die Reaktionen der Kinder auf diesen Bildersatz auf. Gemessen wurde so die Desensibilisierung der Kinder für Mitleid erregende Bilder, zum Beispiel Menschen oder Tiere in Not. Dies geschah durch die Anzahl und Dauer der Betrachtung belastender Bilder als auch durch die physiologischen und mimischen Reaktionen der Kinder. Nach dem Kampfspiel schauten sich die Kinder freiwillig mehr belastende Bilder an als nach den andere beiden Spielen. Kinder mit einer sicherer Eltern-Kind-Bindung zeigten eine geringere emotionale Abstumpfung nach dem Gewalt-Spiel als unsicher gebundene Kinder. Die Studie soll im Frühjahr 2001 veröffentlicht werden.