GNI: 15 Millionen verbrannt, Neustart eingeleitet

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Nüchterne Bilanz für den seit Frühling dieses Jahres an der Berner Telefonbörse kotierten E-Commerce-Startup GNI International: 13 Millionen Franken Ausgaben stehen einer mageren Million auf der Einnahmeseite gegenüber. Bis Ende Jahr war ein Umsatz von 10 Millionen Franken geplant. Stattdessen dürfte der Verlust bis zum Jahresende auf 17 Millionen anschwellen. Dem Debakel wollten die Aktionäre nicht tatenlos zu sehen und ersetzten bereits im September dieses Jahres GNI-Gründer und CEO Robert Schmid durch den Deutschen Alexander Gärtner. Dieser hat nun den Auftrag gefasst, GNI wieder auf Vordermann zu bringen. Erreicht werden soll dies durch eine völlig neue Unternehmensstrategie. GNI wird sich von einer Softwarefirma zu einem E-Commerce-Dienstleister wandeln. Gärtner will die Entwicklung und den Vertrieb der E-Shop-Software Easy Online einstellen, und unter der gleichen Marke künftig ein Beratungs-Produkt anbieten. Bestehen bleibt hingegen die Shopping-Plattform Easy World. Zudem werden die Deutschlandaktivitäten von GNI stillgelegt und rund 30 Stellen abgebaut. Gärtner rechnet damit, dass mit der Kostenreduktion die Quartalsaufwendungen von 4 auf 2 Millionen Franken runtergeschraubt werden können und dass ab 2001 die neuen Tätigkeiten erste Erträge abwerfen. Zudem dürfte das Unternehmen aufgrund des Börsengangs über liquide Mittel von rund 10 Millionen Franken verfügen. Gärnter ist deshalb überzeugt, den Turnaround aus eigener Kraft zu schaffen.