Google beantragt Börsengang – knapp 1 Milliarde Umsatz in 2003
Das amerikanische Suchmaschinenunternehmen Google Inc. hat gestern Donnerstag bei der US-Börsenaufsicht SEC den lang erwarteten Antrag um eine Börsenkotierung an der NASDAQ eingereicht. Einen konkreten Termin nennt das Papier allerdings noch immer nicht, und auch ein Ausgabepreis für die 2,7 Milliarden auszugebenden Wertpapiere steht noch nicht fest. Dieser soll in einer Auktion festgelegt werden, bei der Interessenten zunächst ihre Wünsche zu Anzahl und Kaufpreis der Aktien deponieren können. Anhand der eingehenden Angebote will das Unternehmen anschliessend den Aktienpreis festlegen. Ausländische Privatpersonen sind vom Offering ausgeschlossen. Begleitet wird Googles IPO - wie bereits im Vorfeld vom Wall Street Journal berichtet – von Morgan Stanley und Credit Suisse First Boston. Gleichzeitig hat Google erstmals seine Geschäftszahlen offengelegt: Demnach erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinn von 105,6 Millionen Dollar bei einem im Jahresvergleich beinahe verdreifachten Umsatz von 961,9 Millionen Dollar. 916,6 Millionen davon stammen aus dem Werbegeschäft. Im ersten Quartal 2004 konnte Google den Gewinn bereits wieder von 25,8 Millionen auf 64 Millionen Dollar steigern. Damit geht Google im Gegenteil zu den meisten Internet-IPOs der Vergangenheit als grundsolides Unternehmen an die Börse. Experten rechnen denn auch mit einem Börsenwert des Unternehmens von 20 bis 25 Milliarden Dollar. Im SEC-Antrag weist Google aber darauf hin, dass die Konkurrenz nicht schläft. Als wichtigste Mitbewerber bezeichnet das Unternehmen wenig überraschend Microsoft und Yahoo. "Wir glauben, dass Microsoft zunehmend seine finanziellen und technologischen Ressourcen einsetzen wird", hält Google fest. Sowohl Microsoft als auch Yahoo würden über mehr Geschäftserfahrung und besser etablierte Kundenbeziehungen verfügen. Zudem hätten die Konkurrenten durch Ihre breiten Webportale bessere Möglichkeiten, Kunden anzuziehen und zu behalten. "Sollten Microsoft oder Yahoo ähnliche oder bessere Websuchresultate liefern als wir (...) könnten wir einen signifikanten Niedergang im Nutzer-Traffic erleiden", gibt Google weiter zu bedenken.
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