Google und Holcim schweigen gemeinsam
Holcim setzt ab kommenden Sommer Google Apps für Business ein. Nur um dies zu kommunizieren, hat Google zum Frühstück eingeladen.
Google hat einen neuen Kunden: Der Baustoffhersteller Holcim, der in der Schweiz gegründet wurde und mittlerweile international tätig ist, setzt ab diesen Sommer Google Apps für Business ein. An und für sich wäre dies keine grosse Sensation, gibt es doch laut Google jeden Tag 5'000 neue Unternehmen, die Google Apps für Business einsetzen. Weltweit sind es insgesamt etwa 5 Millionen Unternehmen.
Dennoch haben heute Morgen Michael Korbacher, Head of Google Enterprise DACH, und Kushnud Irani, Chief Information Officer bei Holcim, den Journalisten Rede und Antwort gestanden. Oder vielleicht müsste man eher sagen, dass sie es zumindest versucht haben, denn auf viele Fragen wollten oder durften sie nicht antworten. Zum Beispiel, welche Plattform Holcim derzeit nutzt, welche Plattform ausser Google Apps beim Evaluationsprozess für eine neue Plattform noch in Frage gekommen wäre oder welche Investitionen Holcim für den Wechsel auf Google Apps tätigen muss.
Auf andere Fragen gaben die beiden nur ausweichende Antworten, zum Beispiel, ob es Services gibt, die Holcim mit der derzeitigen Plattform machen könne, aber mit Google Apps zukünftig nicht mehr.
Nicht alle sind glücklich
Klar ist aber, dass sowohl Google als auch Holcim sehr glücklich sind, zusammenarbeiten zu können und dass die Mitarbeiter von Holcim teilweise glücklich sind, auf Google Apps migrieren zu dürfen. Die Stimmung unter den Mitarbeitern sei gemischt, sagte Irani. Manche seien begeistert, andere wiederum fragten sich, was wohl auf sie zukomme.
Holcim wird demnach seine 40'000 IT-Anwender seiner weltweit rund 80'000 Mitarbeiter auf Google Apps migrieren und beginnt im Sommer mit dem Rollout in Grossbritannien. Ein Teil der Schweizer Mitarbeiter wird schon dieses Jahr migriert, der Rest nächstes Jahr.
Verstreute Daten
Weiter ist klar, dass die Daten von Schweizer Unternehmen, die Google Apps für Business benutzen, nicht oder zumindest nur teilweise in der Schweiz gespeichert sind, obwohl Korbacher dies nicht explizit so gesagt hat. Stattdessen sagte er, die Daten von Google seien in Google-eigenen Rechenzentren gespeichert, aber nicht alle am selben Ort, beziehungsweise weltweit verstreut.
Daten, die zusammengehören, würden vielmehr mit Hilfe eines Algorithmus zusammengesetzt. Schafft es also ein Angreifer, in eines der Rechenzentren einzudringen, bringt ihm dies laut Korbacher nichts, da die Daten, auf die er dann zugreifen könnte, unvollständig wären.
Google Apps für Business kostet 40 Euro pro Jahr und Nutzer - ob der Preis auch in Franken abgerechnet wird, konnte Korbacher nicht sagen. Auch über den Preis, den Holcim künftig für Google Apps bezahlen muss, schwiegen sich die beiden Parteien aus.
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