Google: Von der Search- zur Spy-Engine?

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Google, die wahrscheinlich erfolgreichste Internet-Suchmaschine, wurde von der Bürgerrechtsgruppe Public Information Research in den USA für die Big Brother Awards nominiert. Grund für die Nomination sind Cookies, die Google seit kurzem auf den Rechnern seiner Nutzer platziert. Mit diesen können Nutzerprofile der Google-User erstellt werden. Google ist seit längerem daran, seine Geschäftstätigkeit zu redefinieren und auszubauen. Eine Stossrichtung, die sich beobachten lässt, ist die Ausrichtung als Werbeagentur. Das Geschäftsmodell dazu sieht vor, Anzeigen zielgerichtet thematisch zu platzieren. Google hat Anfang März damit begonnen, Onlinewerbung dynamisch und am Inhalt orientiert auf Websites zu platzieren. Kommt das neue Goolge-Business in Schwung, könnte Google schnell zu einem der grössten Werbevermarkter im Web werden. Bisher hat Google es abgelehnt, im Detail über die neuen Praktiken im Umgang mit den Nutzerdaten zu orientieren. David Drummond, Vizepräsident für Corporate Development bei Google, informierte bisher nur oberflächlich darüber, wie Google mit den vertraulichen Daten der Benutzer umgehe. Als Teil von Googles fortwährendem Bestreben, die Qualität der Suchresultate zu verbessern, analysieren wir auch, wie sich die Benutzer auf unserer Seite verhalten, liess er schriftlich verlauten. Das Vertrauen der Benutzer werde nicht missbraucht, die Analyse des Nutzerverhaltens habe aber zu signifikanten Verbesserungen bei den Suchresultaten geführt. Google gibt keine nicht-aufbereiteten Benutzerinformationen an Drittparteien weiter, schrieb Drummond und fügte an, dass die Benutzer ja in ihrem Browser die Möglichkeit hätten, die Google-Cookies auszusperren.