Gute Testnoten für das E-Billett
Erste Ergebnisse der Testphase des von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Schweizerischen Post (Postautodienst), dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und dem Bundesamt für Verkehr (BAV) initiierten Projekts EasyRide sind laut Pressebericht erfolgreich verlaufen. Ziel von EasyRide ist es, den Zugang zum gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz mittels Chipkartentechnologie stark zu erleichtern. Bestandteile von EasyRide sind EasyAccess, EasyTicket, einem System bei dem sich das Ticket vor dem Reisantritt in elektronischer Form auf die Karte laden lässt, und ein beschränktes Restangebot von Papiertickets für Kunden ohne Karte. Seit zwei Monaten testet EasyRide die EasyAccess-Technologie an 1800 Personen in den Städten Genf und Basel. Die EasyAccess-Karte funktioniert folgendermassen: Mit der EasyAccess-Karte in der Tasche steigen die Testkunden in die Fahrzeuge der Testlinien ein und aus. Die Elektronik erfasst Kartendaten wie Haltestelle, Datum und Uhrzeit und übermittelt diese Informationen an ein Rechenzentrum. Preisberechnung und Rechnungsstellung sind nicht Bestandteil der Tests.
Laut Pressebericht seien die Ergebnisse sowohl bezüglich technischer Durchführbarkeit als auch Kundenakzeptanz positiv verlaufen. In einer ersten Umfrage des LINK Institutes für Markt-und Sozialforschung haben die Versuchpersonen vor allem die Zeitersparnis und den Komfort des Systems gelobt. Dreiviertel der befragten Personen würde bei der Einführung des Systems auf EasyRide umsteigen. Das System soll in mehreren Schritten entwickelt und eingeführt werden. Im Idealfall sollte EasyTicket, bis im Jahr 2004 und EasyAccess bis 2006 in der Schweiz Flächendeckend eingeführt sein. Doch bis dahin müssen vom Bund und den Transportunternehmen noch wichtige Weichen gestellt werden. Bei der Entwicklung des Systems arbeiten die 70 Spezialisten von EasyRide mit der Swatch-EM (Karten- und Erfassungstechnik), Siemens (Lesegeräte, Antennen), Häni Prolectron und Siemens (Entwicklung der Fahrzeugplattform) sowie der Ascom (Aufarbeitung und Übermittlung der Daten) zusammen.
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