Handy-Vertriebsstreit: Bei Fust und Orange liegen die Nerven blank
Die Elektrowarenkette Fust und die Mobilfunkbetreiberin Orange tauschen seit heute morgen in aller Öffentlichkeit "Nettigkeiten" aus. Auslöser der verbalen Schlacht ist, dass Orange Fust die Vertriebszusammenarbeit per Ende Januar 2005 aufgekündet hat. Fust reagiert auf diesen "Korb", indem man versucht, Orange-Kunden mit Fust-Einkaufsgutscheinen zum Wechsel zu Swisscom oder sunrise zu verführen: Gemäss NZZ von heute wollte Fust in einer Umfrage unter Orange-Kunden wissen, ob sie wechseln würden, wenn sie dafür Einkaufsgutscheine erhielten. Orange ist über dieses Vorgehen alles andere als amused. Die Zufriedenheit ihrer Kunden, nicht nur beim Vertragsabschluss, sondern auch bei der Beratung und der Betreuung danach, habe den Ausschlag für die Kündigung der Zusammenarbeit mit Fust gegeben, heisst es in einer Stellungnahme. Im letzten Jahr hätten sich Reklamationen von Orange-Kunden im Zusammenhang mit der Betreuung in Fust-Filialen gehäuft.
Fust wiederum liess verlauten, dass ein Wechsel von Orange zu Swisscom oder sunrise für Telecom-Benutzer verschiedene entscheidende Vorteile habe. Das Marktforschungsinstitut "Transferplus" habe im Auftrag von Fust eine Befragung über die Wechselbereitschaft der Orange-Kunden durchgeführt. Gemäss dieser Studie seien von den rund 1,1 Millionen Orange-Kunden über 55 Prozent wechselwillig. Hierzu meint Orange, dass "unsere regelmässigen Kundenbefragungen zeigen, dass unsere Kunden überdurchschnittlich loyal sind und unseren Service, insbesondere auch nach dem Vertragsabschluss, schätzen." Adrian Schmucki: "Es ist bedauerlich, dass Fust eine solche Aktion auf Kosten der Kunden und ausschliesslich zum eigenen Nutzen durchführt."
Unterdessen wirft Fust Orange vor, mit unwahren Angaben zu operieren. Die Darstellung von Orange entspreche nicht der Fust vorliegenden Begründung für die Kündigung des Vertriebsvertrages. Vielmehr habe Orange seinen Vertrieb auf weniger Vertriebskanäle fokussiert, unter anderem, um seine eigenen Läden zu fördern. Oft liege der Standort von Fust-Filialen in der Nähe eines Orange-Laden. Dies sei ein weiterer Grund, weshalb für Orange eine Reduktion der Läden auf Kosten von Fust nahe gelegen habe. Der Hauptgrund für die Kündigung des Vertriebsvertrags, spekuliert Fust, liege wohl auch darin, dass Orange auf diese Weise so genannte "Airtime-Kommissionen" in Höhe eines siebenstelligen Betrages einsparen könne. Diese Kommissionen sind Beteiligungen an den Gesprächsumsätzen von Mobiltelefoniekunden. Retailer wie Fust erhalten sie, wenn sie ein Handy mitsamt Vertrag verkaufen.
Fust wiederum liess verlauten, dass ein Wechsel von Orange zu Swisscom oder sunrise für Telecom-Benutzer verschiedene entscheidende Vorteile habe. Das Marktforschungsinstitut "Transferplus" habe im Auftrag von Fust eine Befragung über die Wechselbereitschaft der Orange-Kunden durchgeführt. Gemäss dieser Studie seien von den rund 1,1 Millionen Orange-Kunden über 55 Prozent wechselwillig. Hierzu meint Orange, dass "unsere regelmässigen Kundenbefragungen zeigen, dass unsere Kunden überdurchschnittlich loyal sind und unseren Service, insbesondere auch nach dem Vertragsabschluss, schätzen." Adrian Schmucki: "Es ist bedauerlich, dass Fust eine solche Aktion auf Kosten der Kunden und ausschliesslich zum eigenen Nutzen durchführt."
Unterdessen wirft Fust Orange vor, mit unwahren Angaben zu operieren. Die Darstellung von Orange entspreche nicht der Fust vorliegenden Begründung für die Kündigung des Vertriebsvertrages. Vielmehr habe Orange seinen Vertrieb auf weniger Vertriebskanäle fokussiert, unter anderem, um seine eigenen Läden zu fördern. Oft liege der Standort von Fust-Filialen in der Nähe eines Orange-Laden. Dies sei ein weiterer Grund, weshalb für Orange eine Reduktion der Läden auf Kosten von Fust nahe gelegen habe. Der Hauptgrund für die Kündigung des Vertriebsvertrags, spekuliert Fust, liege wohl auch darin, dass Orange auf diese Weise so genannte "Airtime-Kommissionen" in Höhe eines siebenstelligen Betrages einsparen könne. Diese Kommissionen sind Beteiligungen an den Gesprächsumsätzen von Mobiltelefoniekunden. Retailer wie Fust erhalten sie, wenn sie ein Handy mitsamt Vertrag verkaufen.
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