Hohe Beteiligung an der ersten Internet-Abstimmung

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Unter grosser Beachtung der Medien fand dieses Wochenden in der Genfer Gemeinde Anières die erste Abstimmung statt, bei der auch online abgestimmt werden konnte. Immerhin 323 (44 Prozent) der Stimmbürger wählten die Möglichkeit, ihr Kreuz per Internet zu setzen, 370 (50 Prozent) wählten den Weg der brieflichen Abstimmung und 48 Abstimmende (6 Prozent) gingen an die Urne. Die Stimmbeteiligung von 64 Prozent lag deutlich über dem Durchschnitt von rund 50 Prozent bei vergleichbaren kommunalen Wahlen. Erstaunlich ist auch, dass nicht nur wie erwartet Jüngere elektronisch abstimmten, sondern in gleichem Masse auch Bürger und Bürgerinnen über 60. Auch technisch sei die Abstimmung ein Erfolg gewesen, meldet die Genfer Staatskanzlei: Ein beauftragtes Unternehmen habe erfolglos versucht, in den Server der Staatskanzlei einzudringen. Die Auszählung sei in nur 73 Sekunden erfolgt. Damit sind Genf und der Bund, der 80 Prozent der 1,5 Millionen Projektkosten übernommen hat, mit dem Test in Anières rundum zufrieden. Nächster Schritt ist, E-Voting in Genf auch bei Abstimmungen über Bundesvorlagen zu ermöglichen. Neuenburg, das ebenfalls vom Bund mit E-Voting-Projekten beauftragt wurde, plant 2004 die erste Online-Abstimmung durchzuführen, dies eingebunden in einen virtuellen Schalter. Zürich, der dritte im Bunde der Pilotkantone, hat den Auftrag, ein zentrales Stimmregister zu erstellen, und kann noch keine Angaben machen, wann die erste Abstimmung auch per Internet möglich sein wird.