HSG: Defizite bei Umsetzung des E-Government

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Das Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus der Universität St. Gallen hat den Stand von Electronic Government in der Schweiz auf allen drei Staatsebenen flächendeckend und systematisch untersucht. Die Studie zeigt, dass zwar oft beachtliche Anstrengungen zur Einführung von E-Goverment unternommen werden, bei der Umsetzung jedoch erhebliche Defizite vorhanden sind. Das teilweise knappe Angebot auf den E-Gov-Sites der Verwaltungen führt dazu, dass diese schlecht besucht werden. Ein Teil der Verwaltungen wisse zudem gar nicht, wie oft ihre Sites besucht werden. Gut ausgebaut ist die elektronische Unterstützung der Zusammenarbeit von Verwaltungseinheiten untereinander. 28 Prozent der Gemeinden mit einer Website tauschen Daten mit kantonalen Verwaltungsstellen elektronisch aus, 95 Prozent nutzen E-Mail zur Kommunikation mit der Kantonsverwaltung. Beim Management der E-Government-Projekte sieht die Studie zum Teil gravierende Mängel. So fehlen oft Zielvorstellungen oder eine Strategie zum E-Government. Zu viele Verwaltungen wissen (noch) nicht, was genau der Zweck dieser Anstrengungen sein soll. Positiv ist gemäss der Studie, dass dem Thema von Bund und Kantonen eine grosse Bedeutung zugemessen wird.