ICANN bleibt unter US-Aufsicht

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Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) und das US-Handelsministerium haben die Verlängerung des sogenannten Memorandum of Understanding bekannt gegeben. Darin wird die ICANN in ihrer Rolle als private Netzverwaltung bestätigt. Das Handelsministerium behält damit seine international heftig kritisierte Aufsichtsrolle über die ICANN für weitere drei Jahre.
Die ICANN betonte allerdings, dass die neue Vereinbarung ein beträchtlicher Schritt in Richtung Abkoppelung von der US-Aufsicht sei. "Es ist eine wirkliche Veränderung des Verhältnisses," betonte Vint Cerf, Vorsitzender des ICANN-Vorstandes, gegenüber Heise Online. ICANN erhalte im Vergleich zu den früheren Memoranden of Understanding deutlich mehr offizielle Autorität über ihre Zielsetzungen. Seit der Gründung der ICANN 1998 wurde das MoU, das die ICANN an die US-Verwaltung bindet, sechsmal verlängert. Mit der jetzt wirksamen siebten Verlängerung verzichte das US-Handelsministerium unter anderem auf einen Grossteil spezifischer Vorgaben für die weitere Arbeit.
Bereits im August hatten das US-Handelsministerium und die ICANN den Vertrag über den Betrieb von IANA (Internet Assigned Numbers Authority) verlängert. Jener Vertrag wurde für ein Jahr abgeschlossen, kann aber viermal verlängert werden.