ICT-Branche muss Strom sparen

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IT-Unternehmen und IT-Abteilungen stehen unter wachsendem Druck, umweltfreundlichere Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Gartner mahnt deshalb IT-Verantwortliche, sich verstärkt mit dem wachsenden Energieverbrauch und Gesetzen zum Umweltschutz auseinanderzusetzen. Vor allem zwei Umweltprobleme dürfte die IT-Welt immer mehr beschäftigten: Die unmittelbaren Probleme von Elektromüll und die langfristigen Folgen, die der Stromverbrauch von Computern auf die globale Erwärmung ausüben kann.
Auch die Schweiz ist in Sachen Umweltpolitik im ICT-Sektor aktiv: Das Bundesamt für Energie (BFE) und Vertreter der Telekommunikationsbranche haben heute Freitag eine Vereinbarung unterzeichnet, dass sich sie beim Stromverbrauch der Settop-Boxen für digitales Fernsehen an die europäischen Effizienzwerte halten werden.
Sollte digitales Fernsehen flächendeckend eingeführt werden, rechnet das BFE mit einem Anstieg des Landesstromverbrauchs um bis zu 0,5 Prozent. Zum Vergleich: In den letzten Jahren lag der jährliche Gesamtzuwachs beim Stromverbrauch zwischen 0,5 und 2 Prozent.
Die heute auf dem Markt erhältlichen Settop-Boxen haben sehr verschiedene Energieverbrauchswerte: Im Standby-Betrieb liegen sie zwischen einem Watt bei den besten und bis zu 15 Watt bei den ineffizientesten Geräten. Die EU hat im November eine Vereinbarung verabschiedet, die den Zielwert für den Stand-by-Verbrauch bei 3 bis 8 Watt festlegt, wobei dieser Wert in Zweijahresschritten verschärft und dem technischen Fortschritt angepasst werden soll.