IDC: Geringe Nachfrage nach Prozessoren
Das Unternehmen für Marktanalysen aus San Mateo, Kalifornien, hat gestern seine Einschätzungen zum Prozessormarkt bekannt gemacht. Das Wachstum des Halbleitermarkts ist im dritten Quartal deutlich geringer ausgefallen als erwartet.
Die mit Prozessoren erzielten Umsätze stiegen IDC zufolge im dritten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,5 Prozent. Die Absatzzahlen erhöhten sich um 2,1 Prozent. Im Durchschnitt wachsen Umsatz und Absatzzahlen zwischen einem zweiten und dritten Quartal laut IDC um 9 beziehungsweise 10,6 Prozent.
Im Jahresvergleich sähe das Ergebnis besser aus. Die Chiphersteller verkauften im dritten Quartal 8,6 Prozent mehr Prozessoren als zwischen Juli und September 2009. Bei den Einnahmen beträgt das Plus sogar 24,1 Prozent.
"Im Juli und im August war die Nachfrage nach Prozessoren gering", sagte IDC-Analyst Shane Rau. "Die OEMs haben sehr schnell auf Hinweise für eine schwache Endkundennachfrage reagiert.“ Laut IDC führte das aber nicht nur zu einer Reduzierung der Prozessoraufträge, sondern bei den Auftragsfertigern seien auch Bestellungen für andere PC-Komponenten gestrichen worden.
IDC erwartet weiterhin, dass das Wachstum im zweiten Halbjahr 2010 geringer ausfallen wird als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Im nächsten Jahr vermuten die Marktforscher wieder einen zweistelligen Zuwachs aufgrund von PC-Neuanschaffungen bei Unternehmen.
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