Illegale Musikdownloads sind gutes Marketingtool

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Wer sich seine Lieblingstracks aus dem Netz runterlädt, kauft sich trotzdem noch das Album der Band - oder gerade deshalb. Dies hat eine Studie ergeben, die am 10. Juli in der Onlineausgabe der schottischen Zeitung The Scotsman publiziert wurde. Demnach ist die in der Musikindustrie verbreitete Angst, Musiktauschbörsen könnten sie ruinieren, unbegründet. Analyst Patrick Johnston erklärte gegenüber dem Scotsman: «Anstatt die Musikbranche zu ruinieren, bietet die Möglichkeit, Musik aus dem Internet herunterladen zu können, nützliche Marketingchancen.» 500 Personen zwischen 13 und 45, die regelmässig illegale Musik downloaden, wurden für die Untersuchung befragt. Die Erkenntnis: 87 Prozent jener, die sich das Netz zum Probehören nutzen, gehen später die entsprechenden CDs kaufen. Von den 91 Prozent der Befragten, die einzelne Lieder herunterladen und kompilieren, gehen immerhin über zwei Drittel trotzdem noch die prestigeträchtigeren Origimaltonträger kaufen. Die Hälfte der Befragten gab an, mehr als 100 Tracks auf ihrem Rechner gespeichert zu haben. Doch auch hier sind die Folgen für die Musikindustrie nicht zwingend negativ: 34 Prozent dieser gruppe gab nämlich an, trotzdem viel mehr CDs zu kaufen als früher. 38 Prozent hingegen sagten, sie kauften wegen den Tauschbörsen weniger CDs als früher. 28 Prozent gaben an, ihre Aktivitäten im Internet hätten keinen Einfluss auf ihr Kaufverhalten.