Infineon zahlt 160 Millionen Dollar Bussgeld

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Der Chip-Hersteller Infineon hat sich mit dem US-Justizministerium wegen wettbewerbswidriger Preisabsprachen auf die Zahlung von 160 Millionen US-Dollar Bussgeld geeinigt. Wie das Ministerium mitteilte, hat sich das Münchner Unternehmen vor einem Gericht in San Francisco schuldig bekannt, zwischen Juli 1999 und Juni 2002 die Preise für Speicherchips mit anderen Firmen abgesprochen zu haben. Infineon habe mit seinen illegalen Absprachen für völlig überhöhte Preise für elektronische Produkte gesorgt, kritisierte der stellvertretende US-Justizminister Hewitt Pate. Ins Strafverfahren wegen Verletzungen des US-Kartellrechts im DRAM-Geschäft zwischen Mitte 1999 bis Mitte 2002 sind auch Micron Technology, Samsung Electronics und Hynix Semiconductor verwickelt. Rambus hatte diese Unternehmen verklagt und ihnen vorgeworfen, durch Geheimabsprachen versucht zu haben, den Chip-Hersteller aus dem Markt zu drängen. Beim Bussgeld handelt es sich um die bisher dritthöchste Geldstrafe in einem Verfahren des Justizministeriums wegen Verstössen gegen das Kartellrecht in den USA. 1999 wurde Hoffmann-La Roche in einem ähnlich gelagerten Prozess in der Vitamin-Branche zur Zahlung von 500 Millionen Dollar verurteilt, BASF zu 225 Millionen Dollar. Infineon erklärte, es werde das Bussgeld bis 2009 in mehreren Raten abtragen. Zugleich würden auch im Rechtsstreit mit den unmittelbar betroffenen Kunden Lösungen angestrebt und seien zum Teil schon erzielt worden.