Intel befürchtet 3G-GAU
Der amerikanische Prozessorgigant Intel zeigt sich besorgt über die Zukunft der Telekommunikationsbranche. In einer Rede am GSM World Congress warnte Vizepräsident Hans Geyer vor einem GAU. Die gesamte Branche treibe auf einen Bankrott hin, bevor ein einziges 3G-Gespräch übermittelt worden sei. Bereits vor einer Woche hatte Technologieguru und MIT-Professor Nicholas Negroponte in einem Referat am eLink-Kongress von Commerce One in Berlin eine düstere Zukunft für 3G gezeichnet. 3G sei nicht gut genug, um sich durchsetzen zu können. Intels Besorgnis rührt von ihren Plänen her, in Zukunft Prozessoren für Mobilfunk und Handheldgeräte zu produzieren. Der Chiphersteller will damit angesichts der rückläufigen PC-Verkäufe neue Geschäftsfelder erschliessen. Neben dem Engagement im Embedded-Bereich versucht Intel auch verstärkt in den Servermarkt vorzustossen. In diesem Zusammenhang setzt Intel auf den kommenden 64-Bit-Prozessor Itanium. Der Erscheinungstermin für den mit Hewlett-Packard entwickelten Chip wurde schon mehrmals hinausgeschoben. Nun rechnet Intel mit der Serienreife bis Ende der ersten Jahreshälfte. Itaniums Nachfolger steht schon in der Pipeline: McKinley soll bereits nächstes Jahr erscheinen.
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