Internauten lesen nicht weniger, aber anders
Das Internet führt nicht dazu, dass die Leute weniger lesen, jedoch zu einem oberflächlicheren Lesen. Zu diesem Resultat kommt eine neue Studie der Stiftung Lesen, die in Mainz vorgestellt worden ist. Befragt wurden dafür 2350 Deutsche ab 14 Jahren. Die Resultate wurden mit jenen von Befragungen aus dem Jahr 1992 verglichen. Besonders junge Internetnutzer nehmen öfters Bücher zur Hand als jene, die das Internet nicht nutzen. Dies hängt laut den Autoren der Studie mit dem weiterhin bestehenden Bildungsgefälle zwischen Internetnutzern und Nichtnutzern zusammen. Die Studie zeigt weiterhin, dass die Zahl der Häppchen-Leser gegenüber 1992 von 18 auf 47 Prozent stark zugenommen hat. 19 Prozent lesen heute vor allem diagonal, von den Jugendlichen unter 19 gaben sogar rund 30 Prozent an, nur die interessanten Passagen durchzulesen. Laut Klaus Ring, Geschäftsführer der Stiftung ist dies eine Reaktion auf das Informationsüberangebot.
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