ISPs sperren 1'200 Kinderporno-Sites
Schweizer ISPs werden den Zugriff auf 1'200 Kinderporno-Sites auf eine Site des Bundesamts für Polizei (Fedpol) umleiten, die eine Warnbotschaft enthält. Bluewin beginnt in den nächsten zwei Wochen mit der Umleitung, 50 weitere Provider sollen folgen. Fedpol-Sprecherin Danièle Bersier bestätigte heute gegenüber der SDA einen entsprechenden Bericht der Sonntagszeitung.
Die Liste der Sites wird vom Fedpol festgelegt und ständig ergänzt. 200 Adressen stammen laut Sonntagszeitung aus eigenen Ermittlungen, 1'000 wurden durch die dänische Polizei geliefert. Die ISPs müssen sich vertraglich verpflichten, die Liste nicht zu veröffentlichen oder zu verkaufen.
Das Projekt, das im Sommer unter anderem vom Kinderschutz Schweiz gestartet wurde, lässt die Diskussion wieder aufleben, ob Provider für den Inhalt von Websites verantwortlich gemacht werden können. So fordert etwa Fredy Künzler, Geschäftsführer des ISPs Init Seven, in einem Blog-Eintrag zum Thema die Parlamentarier dazu auf, hier endlich eine Gesetzesvorlage zu schaffen, die diese Frage klärt.
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