IT-Manager muss wegen Piraterie ins Gefängnis

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Alex Bell, IT-Manager bei einer internationalen Bank in London, wurde am vergangenen 6. Mai in London zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Softwarepiraterie verurteilt. Seine drei Komplizen erhielten zwei Jahre respektive 18 Monate Haft. Alle vier waren Mitglieder des internationalen Piraterie-Rings "DrinkorDie", der in den Jahren 2001 und 2002 ausgehoben wurde. Damals wurden in zwölf Ländern insgesamt 65 Mitglieder identifiziert und zum Teil festgenommen. Die Business Software Alliance BSA schätzt den Schaden, der durch die illegalen Aktivitäten entstanden ist, im Millionenbereich. DrinkorDie verfügte über ein ausgeklügeltes hierarchisches System und war auch sonst professionell organisiert. Zur Beschaffung und Verbreitung der Software gab es vier verschiedene Typen von Helfern: "Supplier", die oftmals im Berufsleben als IT-Fachkräfte arbeiteten, besorgten die Software, die sie in Folge an die "Cracker" weiter reichten. Diese entfernten die Kopierschutzmechanismen und reichten die Ware an die "Tester" weiter, welche die Funktionstüchtigkeit der Waren überprüften. Auch in dieser Gruppe fanden sich zahlreiche IT-Professionelle, die Zugriff auf leistungsstarke Rechnersysteme hatten. Schliesslich stellten "Packer" die Waren auf passwortgeschützte Server zum Download für die Kundschaft der Gruppe. Gemäss Informationen des Internet-Nachrichtendienstes The Inquirer betrieb die Gruppe ihre illegalen Machenschaften mehr als Hobby als zur eigenen Bereicherung.