Kinderpornos in den Musiktauschbörsen

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Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass in den nicht-serverbasierten Tauschbörsen wie Gnutella oder Freenet neben Musiktiteln auch alle möglichen anderen Inhalte getauscht werden. Von Kinderpornografie über Videoclips bis hin zu ganzen Microsoft Office-Programmen ist dort alles zu finden. Auch bei der grössten Tauschbörse Napster sind nun kinderpornographische Inhalte in grösseren Mengen entdeckt worden. Wie Computerchannel.de gestern meldete, ermittelt inzwischen das Landeskriminalamt Bayern. Bei Napster ist der Download von nicht mp3-codierten Dateien inzwischen gesperrt. Das LKA in München teilte Computerchannel.de mit, man habe auch kinderpornographisches Material auf Napster entdeckt und versuche jetzt die User zu ermitteln, die die Dateien auf ihren Festplatten hätten. Es handle sich dabei nicht um Einzelfälle, zu jeder Tages- und Nachtstunde finde man eine grosse Zahl an User die sich die illegalen Inhalte auf die Festplatte kopieren. Auch in den USA ist das Poblem bekannt. FBI-Sprecherin Angela Bell sagte, dass es im vergangenen Jahr mehr als 1.500 Untersuchungen des FBI im Hinblick auf Kinderpornografie im Internet gegeben habe. Auch mit lizenzierter Software wird über Napster & Co. ein reger Tauschhandel betrieben. Bei Microsoft, so Tim Cranton, Jurist beim Software-Gigant, sei man sich des Problems bewusst und gehe auch gezielt gegen einzelne User vor, wenn Raubkopien in grossem Stil verteilt würden.