Konsumentenschutz kritisiert Partnerschaft des Seco mit Swisscom

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Die Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert die gestern lancierte Schulungsinitiative "Help Point" von Swisscom und des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. Mit der Schulungsinitiative wenden sich die beiden Partner an Menschen, die nicht mit Handy und Internet aufgewachsen oder im Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln ungeübt sind. Mit Kursen zu Handy und Internet soll der digitale Graben verkleinert werden. Die Kurse finden statt an vier fixen Standorten in Basel, Bern, Lausanne und Zürich und mittels vier mobilen Bussen, die in diesem Jahr 41 Ortschaften in der gesamten Schweiz bedienen sollen. 2006 soll die Tour der Busse auf 70 weitere Gemeinden ausgedehnt werden.
Während Swisscom "Help Point" als Ergänzung zur seit 2001 laufenden Swisscom-Initiative "Schulen ans Internet" verkauft, findet die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) das Vorgehen des Seco bedenklich. Die SKS begrüsse zwar, dass etwas gegen den digitalen Graben unternommen werde, sagte SKS-Projektleiter Matthias Nast gegenüber der SDA. Aber in erster Linie handle es sich bei der Aktion um eine PR-Kampagne von Swisscom. Dass sich das Seco dafür einspannen lasse, sei deshalb bedenklich, weil dadurch eine Bevorzugung im Wettbewerb entstehe - und zwar für den grössten Wettbewerbsteilnehmer, der erst noch im Mehrheitsbesitz des Bundes sei. Während sich die Kosten für das Projekt auf einen einstelligen Millionenbetrag belaufen, kostet ein zweistündiger Kurs 50 Franken. Swisscom starte die Initiative nicht, um damit Geld zu verdienen, sagte Swisscom-Chef Jens Alder am Mittwoch vor den Medien in Bern. Vielmehr fühle sich sein Unternehmen der Schweizer Volkswirtschaft verpflichtet.