Lenovo soll grösster PC-Hersteller sein
Lenovo soll HP am PC-Markt überholt haben, meldet Gartner. Doch IDC sieht HP weiter vorne. Klar ist nur: Der Markt erlebte ein schwaches drittes Quartal 2012.
Lenovo soll die neue Nummer Eins am PC-Markt sein. Wie die Marktforscher von Gartner melden, haben die Chinesen den amerikanischen Konkurrenten Hewlett-Packard (HP) im dritten Quartal 2012 überholt. Damit wäre HP zum ersten Mal seit sechs Jahren nicht mehr an erster Stelle. Andere Marktforscher wie IDC sehen aber weiterhin HP als Branchenleader.
Verwirrung um den ersten Platz
Gemäss Gartner hat Lenovo von August bis September weltweit 13,8 Millionen Computer absetzen können und beansprucht damit einen Marktanteil von 15,7 Prozent. Die Analysten von Gartner begründen den Erfolg mit Lenovos aggressiver Preispolitik. IDCs Zahlen liegen mit 13,9 Millionen abgesetzten Rechnern und einem Marktanteil von 15,7 Prozent zwar leicht höher als die von Gartner, trotzdem klassierten IDCs Analysten Lenovo auf den zweiten Platz.
Den ersten Rang vergab IDC an HP. Der amerikanische Hersteller habe im dritten Quartal 13,9 Millionen PCs ausgeliefert und halte damit einen Marktanteil von 15,9 Prozent. Gemässs Gartnerzahlen hat HP in diesem Zeitraum 13,55 Millionen PCs ausliefern können, was einem Marktanteil von 15,5 Prozent entspricht.
Lenovo und Asus legen zu
Einig sind sich die beiden Forschungsunternehmen darin, dass Lenovo seine Auslieferungen um knapp zehn Prozent erhöhen konnte. Das gleiche Wachstum gilt für Asus. HP und alle weiteren Hersteller mussten hingegen Einbussen hinnehmen. Bei HP gingen die Auslieferungen sogar um rund 16 Prozent zurück.
Beide Marktforscher melden einen Rückgang der weltweiten PC-Verkäufe im dritten Quartal dieses Jahres von über acht Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Gleiches gelte für den EMEA-Raum. Gemäss Gartner wurden weltweit nur noch 87,5 Millionen Computer abgesetzt. Der Rückgang habe zwei Gründe: Die schwache Wirtschaftslage und die starke Konkurrenz in Form von Tablets. Zudem würden viele Kunden, trotz Schul- und Semesterstart, mit einem Kauf abwarten, bis Windows 8 erscheint.
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