M-Commerce: Viele User unzufrieden

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Jeder vierte Handynutzer gibt nach misslungenen Versuchen, übers Handy einzukaufen, weiteren M-Commerce-Angeboten keine Chance. Für den Grossteil der Handynutzer ist M-Commerce ohnehin noch Neuland: Nicht einmal die Hälfte der Befragten outete sich als mobile Shopper. Zu diesem Schluss kommt Boston Consulting Group (BCG), die 1800 Handybesitzer in den USA, Australien, Deutschland, Frankreich, Schweden und Japan befragt hat. David Dean, Vizepräsident von BCG, nannte die langsamen Übertragungsraten, die immer noch umständliche Navigation und die hohen Kosten als Hauptgründe für die Unzufriedenheit der Kunden. Diese setzten nicht zuletzt durch die grossspurigen Ankündigungen der Telekomindustrie höhere Erwartungen in die Möglichkeiten des M-Commerce, als die heutige Technologie tatsächlich erfüllen können. Die Studie lässt immerhin für die Zukunft hoffen: 82 Prozent der tatsächlichen und potentiellen Nutzer glauben, dass sie innerhalb von drei Jahren alltägliche Handlungen wie News lesen, und Einkäufe übers Handy tätigen werden. 61 Prozent sehen im Handy künftig ein universelles Zahlungsmittel. BMG schätzt den globalen M-Commerce-Markt im B2C-Bereich fürs Jahr 2003 auf rund 100 Milliarden Dollar.