Mediennutzung nimmt zu, vor allem wegen Internet
SevenOne Media hat die aktuellen Ergebnisse der Mediennutzungsstudie TimeBudget veröffentlicht: Auch dieses Jahr nahm die Mediennutzungsdauer der Deutschen erneut zu. Insgesamt konsumiert jeder Deutsche zwischen 14 und 49 Jahren täglich acht Stunden verschiedene Medien. Das sind anderthalb Stunden mehr als 1999. Von diesen acht Stunden entfällt der Löwenanteil auf das Fernsehen (160 Minuten) und das Begleitmedium Radio (174 Minuten). Das Internet wird im Durchschnitt 41 Minuten pro Tag genutzt und hat Tageszeitungen (23 Minuten), Zeitschriften (16 Minuten) und Bücher (35 Minuten) in der Nutzungsdauer nun deutlich hinter sich gelassen, obwohl Zeitschriften und Bücher auch leicht zugelegt haben.
Das Fernsehen steht bei der Beliebtheit der Deutschen nach wie vor an erster Stelle. Die Frage nach dem totalen Verzicht auf ein Medium fällt ebenso deutlich zu Gunsten von TV aus: 46 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 49 Jahren wollen nicht auf das Fernsehen verzichten. Das Internet liegt mit 19 Prozent bereits an zweiter Stelle und verweist das Radio mit 16 Prozent auf den dritten Rang. Bei der Frage, welche Themen den Bundesbürgern in den verschiedenen Medien wichtig sind, stellte sich heraus, dass für Nachrichten, Dokumentationen, Unterhaltung und Sport das Fernsehen das Medium der ersten Wahl ist. Bei Verkehrsinformationen und bei Musik schalten die Deutschen zuerst das Radio ein. Die Kernkompetenzen der Tageszeitungen liegen in den Bereichen Wirtschaftsinformationen sowie lokalen und regionalen Nachrichten. Bei Reisen hat dieses Jahr erstmals das Internet die erste Position erobert und die Zeitschriften aus diesem Segment verdrängt.
Als Langzeituntersuchung hat TimeBudget die Aufgabe, kontinuierlich zu beobachten, welchen Veränderungen das Medienverhalten der Bundesbürger, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung des Internets, unterliegt. Seit 1999 befragt das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag von SevenOne Media jährlich eine repräsentative Zahl von Deutschen (seit 1999 insgesamt 4072 Personen) im Alter zwischen 14 und 49 Jahren zu relevanten Aspekten ihres Mediennutzungsverhaltens.
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