Microsoft nicht an Peoplesoft interessiert - Peoplesoft-CEO gefeuert
Der Software-Gigant Microsoft ist nicht an einer Übernahme des Konkurrenten Peoplesoft interessiert. Microsoft werde im Übernahmekampf von Peoplesoft durch Oracle nicht als weisser Ritter auftreten, erklärt Microsoft-Unternehmenschef Steve Balmer in der "Financial Times" von heute Montag. Microsoft habe sein Augenmerk auf kleine und mittelgrosse Unternehmen gerichtet. Oracle hatte Peoplesoft im Rahmen einer feindlichen Übernahmeofferte gegen 7,7 Millionen geboten und kürzlich von einem amerikanischen Gericht grünes Licht für die Übernahme erhalten. Eine Entscheidung der Brüsseler Wettbewerbsbehörden in dieser Sache steht noch aus.
Bereits am vergangenen Freitag hatte Peoplesoft seinen Unternehmenschef und Präsidenten Craig Conway mit sofortiger Wirkung entlassen. Conway hatte sich vehement gegen die Kaufofferte von Oracle gewehrt. Peoplesoft bestreitet, dass die Entlassung ihres CEOs im Zusammenhang mit dem Übernahmekampf stehe. Branchenkenner gehen jedoch nun davon aus, das trotz den Beteuerungen des Peoplesoft-Vorstands, die Abwehrschlacht gegen Oracle sei einvernehmlich mit Conway geführt worden, eine Übernahme näher gerückt ist.
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