Microsoft verbreitet Gerüchte über Android-Botnet
Am Mittwoch hat ein Sicherheitsexperte von Microsoft behauptet, ein grosses Botnet auf Android entdeckt zu haben. Nachdem Google widersprach, gab er zu, eigentlich gar keine Beweise dafür zu haben.
Er habe das erste grosse Android-Botnet entdeckt, behauptete Microsofts Sicherheitsexperte Terry Zink letzten Mittwoch. Eine Mail-Analyse zeige, dass Android-Smartphones massenhaft Spam verschicken würden. Google dementierte, worauf Zink mit einem weiteren Blogeintrag reagierte: Gesicherte Beweise für das Android-Botnet gebe es tatsächlich nicht, gestand er gestern.
Zink analysierte Message-IDs in der Kopfzeile (Header) von Mails. Diese können neben den Pflichtwerten Absender und Datum weitere Angaben enthalten, und er sei auf den Hinweis "Sent from Yahoo! Mail on Android" gestossen. Das gefundene Botnet greife auf gefälschte Signaturen zurück, konterte Google, und es werde nicht über Android sondern von Desktop-Rechnern aus betrieben. Der Sicherheitsdienstleister Sophos teilt diese Ansicht und Yahoo liess verlauten, die Angelegenheit zu prüfen.
Seine Meinung will Zink trotzdem nicht ändern: Malware sei auf Googles Betriebssystem keine Seltenheit, bloggt er, und das Botnet werde bestimmt auf Android betrieben. Beweise dafür hat er aber keine.
Excel war auch 1990 schon intelligent
Update: OpenAI stoppt KI-Training nach erneutem Ausbruch eines KI-Agenten
Lenovo bringt sein erstes Googlebook auf den Markt
Cyberkriminelle stehlen Daten von SRF-Mitarbeitenden
Das war der Jurytag von Best of Swiss Apps 2026
Bund testet Cyberresilienz von Störfallbetrieben
Schweizer KMUs bleiben in KI-Antworten oft unsichtbar
HPE Schweiz ernennt neue Geschäftsführerin
Microsoft lässt Copilot Apps erstellen und Agenten selbstständig weiterarbeiten