Missbrauchte Green.ch die SWITCH-Datenbank?

Uhr | Aktualisiert
Ein Post-Werbeversand von Green.ch für ADSL, Domain-Abonnements und Webdesign sorgt in der Mailingliste der Swiss Network Operators Group (SwiNOG) für Unmut: Einige Adressaten wollen ihren Eintrag in der Whois-Datenbank von SWITCH wiedererkannt haben. Den Listenthread gestartet hatte Fredy Künzler vom ISP Init Seven: "Wir wurden mit 'Init Seven AG, Hostmaster' angeschrieben - eine Anschrift, wie sie nur bei SWITCH erfasst ist", erklärt Künzler auf Anfrage der Netzwoche. Sollten die im Postversand von Green.ch verwendeten Adressdaten tatsächlich aus der Switch-Datenbank stammen, wäre dies ein eklatanter Verstoss gegen die Acceptable Use Policy (AUP) von SWITCH, wo es in Ziffer 2 ("Zulässige Nutzung") heisst: "Der Benutzer darf Abfragen der Dienste nur für die folgenden Zwecke tätigen: die Prüfung, ob ein Domain-Name bereits registriert ist oder nicht; die Abfrage von Daten zu einem Domain-Namen zur Identifizierung des Domain-Namen-Halters." In Ziffer 3 werden schliesslich konkret kommerzielle Zwecke wie Adressenhandel, Werbezwecke, Marketingrecherchen als unzulässige Nutzung identifiziert. Green.ch-Chef Guido Honegger beteuert gegenüber der Netzwoche, keinesfalls wissentlich gegen die AUP verstossen zu haben: "Wir kaufen wie jede andere Firma auch Adressen von externen Händlern." Ausschliessen, dass darunter die eine oder andere vom Adressanbieter unrechtmässig erworbene Adresse sein könnte, will er nicht. Green.ch werde der Sache aber nachgehen. Mehr dazu und zur Reaktion von SWITCH lesen Sie in der Netzwoche Nr. 41 von morgen.