Morgen erwacht der Jaguar!

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MacOS-X-Anwender haben sehnsüchtigst darauf gewartet: Morgen Samstag liefert Apple offiziell das jüngste Update seines Unix-basierten Betriebssystems aus. Jaguar, so der Codename von OS X 10.2, bringt laut Apple über 150 Neuerungen, einige davon Aufsehen erregend, andere - die meisten – eher unspektakulär. Zu ersteren gehört sicher Quart Extreme: Zum ersten Mal wird der alltägliche Bildschirmaufbau in OpenGL vom Prozessor der Grafikkarte erledigt. Dadurch soll der Hauptprozessor merklich entlastet werden. Ebenfalls mit Spannung erwartet wird Rendezvous, Apples Implementation einer neuen Netzwerktechnologie zur Verbindung von Rechnern, Druckern und anderen Peripheriegeräten ohne manuelle Konfiguration. Ein überraschendes Wiedersehen bietet die neue Inkwell-Funktion in 10.2: Es handelt sich um nichts anderes als die wieder auferstandene Handschrifterkennung des Newtons. Wo immer das Keyboard zur Texteingabe benutzt wird, kann in 10.2 auch der Griffel eines Grafikpads geschwungen werden – selbst in der Unix-Shell. Heftige Kritik selbst unter treuesten Anhängern provozierte hingegen der Preis: 129 Dollar bzw. 249 Franken kostet die Raubkatze in der Vollversion – ein Update wird es nicht geben!