Mytob-Familie dominiert Viren-Hitparade im Juli

Uhr | Aktualisiert
In der Juli-Viren-Hitparade des Sicherheitsspezialisten Sophos sind diverse Unterarten des Mytob-Wurms mit einem Anteil von insgesamt 37 Prozent am Viren-Aufkommen am stärksten vertreten. Sieben Varianten des Schadprogramms schafften es unter die Top Ten. Angeführt wird die Liste allerdings von Wurm W32/Netsky-P mit einem Anteil von 13.9 Prozent. "Das Problem bei den Mytob-Würmern ist nicht ihre Bösartigkeit, sondern das laufende Aufkommen neuer, leicht abgewandelter Formen", erklärt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. Die Experten der SophosLabs analysierten bislang mehrere Hundert verschiedene Mytob-Varianten. Die meisten Mytob-Varianten infizieren IT-Netzwerke über E-Mail oder Sicherheitslücken in den Betriebssystemen. Einige der Würmer nutzen ausserdem einen Trick, der von Phishern benutzt wird: Sie leiten ahnungslose Anwender auf eine Website, von der aus die User unfreiwillig eine Kopie des Wurms herunterladen.
Sophos entdeckte im Juli insgesamt 1.380 neue Viren. Im vergangenen Monat waren 2,1 Prozent aller E-Mails infiziert. Dies entspricht einer von 47 E-Mails und damit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vormonat Juni, in dem eine von 43 Mails Schadcode enthielt.