Napster versuch, geschützte Lieder zu filtern

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Wie letzten Freitag vor Gericht im Verfahren gegen Napster angekündigt, hat die Musiktauschbörse Napster letzten Sonntag damit begonnen, urheberrechtlich geschützte Musiktitel mittels eines Filters auszusortieren und zu sperren. Mit diesem Filter kämpft Napster gegen die drohende Schliessung und will so sein weiteres Überleben sichern. Die Filterung scheint nicht sonderlich gut zu funktionieren, so werden nur die Songs gesperrt, welcher unter der korrekten Syntax im System gespeichert sind. Ist bloss ein Buchstabe vertauscht, ist der Song immer noch bei Napster austauschbar. Gewisse Nutzer von Napster haben deshalb damit begonnen, Songs und Interpreten unter anderen oder nicht ganz korrekten Namen abzuspeichern. Andere Fans von kostenloser Onlinemusik haben indes damit begonnen, zum Boykott von Napster aufzurufen und preisen andere Musiksites an, wo kostenlos Songs getauscht werden können. Erfreuliche Neuigkeiten bekam Napster gestern von Vivendi-Chef Jean-Marie Messier, der ankündigte, das von Vivendi/Universal und Sony zum Musikvertrieb über das Internet gebildete Joint-Venture Duet könne sich eine Zusammenarbeit mit Napster vorstellen. Voraussetzung sei jedoch, dass Napster beweise, dass sie eine sichere Technologie zur Verhinderung von kostenlosem Tausch von geschützten Musiktiteln entwickelt hätten.