Online-Arzneihandel heftig diskutiert

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Am 13. Dezember diskutiert das Gesundheitsministerium in einer Expertenrunde über Wege, wie der vergangene Woche gestoppte Internet-Handel mit Arzneimitteln wiederhergestellt werden kann. Laut Gert Schorn des deutschen Bundesgesundheitsministeriums (BMG) wird dort derzeit geprüft, unter welchen Bedingungen der E-Commerce mit Medikamenten möglich ist. Am Workshop soll die Meinung von Vertretern der Apotheker, Pharmaunternehmen, Krankenkassen und Verbraucherverbände miteinbezogen werden. Ein konkreter Fall stellt die holländische Firma Doc Morris dar, welcher vom Landgericht Frankfurt am Main per einstweiliger Verfügung verboten wurde, weiterhin Medikamente an Endverbraucher in Deutschland zu liefern. Doc Morris will Berufung einlegen und notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof gehen. Liefern ausländische Unternehmen viel billiger, drohen den deutschen Apotheken deutliche Umsatzeinbussen, was vom Gesundheitsministerium und den Krankenkassen wiederum als Chance zur Dämmung der ausufernden Arzneimittelkosten betrachtet wird.