Online-Initiative gegen Revision des Urheberrechts
Eine Gruppe Schweizer Künstler und Künstlerinnen unterstreicht in einem offenen Brief an Justizminister Christoph Blocher und Mitglieder der national- und ständerätlichen Rechtskommission ihre Sorge darüber, dass die aktuelle Revision des Schweizerischen Urheberrechts negative Auswirkungen auf die zeitgenössische Weiterentwicklung und Verwirklichung von Kunst und Kultur haben wird. Es sei eine der Aufgaben von Kunst und Kultur, ihre jeweilige Gegenwart zu kommentieren und kritisch zu reflektieren. Zum breiten Spektrum künstlerischer Methoden gehörten auch diejenigen des direkten Aneignens kulturellen Materials, das aus der bildenden Kunst, Filmen, Werbung, Musik, Fernsehen und anderen Quellen stammen könne. Dabei würden Inhalte übernommen, transformiert und zu neuen Werken weiterverarbeitet.
Für die Initianten wäre die aktuelle Revision des Urheberrechts die ideale Gelegenheit, diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Sie drohe aber in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Anstatt eine Balance zwischen Schutz und Zugang zu definieren, würden die Interessen der traditionellen Verwertungsindustrien einseitig bevorzugt. Aus Sicht der Kunstschaffenden besonders problematisch ist die geplante Privilegierung technischer Schutzmassnahmen für den Kopierschutz. Zugunsten kurzfristiger kommerzieller Interessen der Rechtsverwerter werde langfristig eine freie Entwicklung der Kunst beeinträchtig, so der Vorwurf.
Die Initiative wird von 40 prominenten Erstunterzeichnern der Schweizer Kunstszene unterstützt. Unter ihnen befinden sich beispielsweise die Künstler Thomas Hirschborn (Paris) und Michel Zai (Etoy, Basel) und die Kunstvermittler Martin Heller (Zürich) oder Prof. Ciaco Schiesser (Zürich). Wer dem Beispiel folgen möchte, kann den Brief online mitunterzeichnen.
Für die Initianten wäre die aktuelle Revision des Urheberrechts die ideale Gelegenheit, diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Sie drohe aber in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Anstatt eine Balance zwischen Schutz und Zugang zu definieren, würden die Interessen der traditionellen Verwertungsindustrien einseitig bevorzugt. Aus Sicht der Kunstschaffenden besonders problematisch ist die geplante Privilegierung technischer Schutzmassnahmen für den Kopierschutz. Zugunsten kurzfristiger kommerzieller Interessen der Rechtsverwerter werde langfristig eine freie Entwicklung der Kunst beeinträchtig, so der Vorwurf.
Die Initiative wird von 40 prominenten Erstunterzeichnern der Schweizer Kunstszene unterstützt. Unter ihnen befinden sich beispielsweise die Künstler Thomas Hirschborn (Paris) und Michel Zai (Etoy, Basel) und die Kunstvermittler Martin Heller (Zürich) oder Prof. Ciaco Schiesser (Zürich). Wer dem Beispiel folgen möchte, kann den Brief online mitunterzeichnen.
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