Open-Source-Software: Nichts für KMUs?

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Die Marktforscher von Soreon haben in einer Studie den Einsatz von Open-Source-Software mit proprietärer Software verglichen. Mit einem Umstieg von Windows auf Linux im Server-Bereich können Unternehmen laut Studie nach wie vor unter bestimmten Bedingungen erhebliche Einsparungen erreichen. Aus Open-Source-Office-Software könnten allerdings nur grosse und global tätige Unternehmen Preisvorteile ziehen. Auch wenn die Beschaffungskosten für Open-Source-Office-Software bis zu 52 Prozent unter denen für ein Microsoft-Produkt liegen würden, habe sich Open Source auf dem Desktop bei der Total Cost of Ownership (TCO) über drei Jahre proprietären Produkten angenähert. Kleine und mittlere Unternehmen könnten finanziell kaum von Open Source profitieren, glauben die Soreon-Marktforscher in diesem Zusammenhang. Ein kleiner Betrieb mit zehn Arbeitsplätzen müsse beispielsweise sowohl im Serverbereich als auch bei Büroanwendungen geringe Kostennachteile im Vergleich zu Microsoft-Lösungen hinnehmen. Insbesondere der Abschluss von jährlich zu zahlenden Maintenance-Verträgen für Open-Source-Office-Software und die hohen Schulungskosten bei einem Umstieg auf OpenOffice belasteten in kleinen und mittleren Unternehmen das Budget stärker als der Einsatz von Microsoft-Software. Hingegen sieht die Studie Vorteile bezüglich Urheberrechts- oder Patentrechtsverletzungen, welche für Open-Source-Anwender gering seien. Das gelte vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Großunternehmen und global tätige Konzerne könnten das Risiko erheblich minimieren, indem sie auf Software kommerzieller Open-Source-Distributoren wie Novell/Suse oder Red Hat setzen. Für die Studie wurden im letzten Jahr 50 und im September dieses Jahres zusätzlich 20 Unternehmen und Experten zu ihren Aufwendungen im Bereich Software befragt.