Oracle übernimmt PeopleSoft für 10,3 Milliarden Dollar

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Der 18-monatige Übernahmekampf hat ein Ende: Nach einer Erhöhung des Angebots von 24 auf 26,5 Dollar haben die PeopleSoft-Verwaltungsräte nun doch noch der Übernahme durch Oracle zugestimmt. Damit zahlt Oracle 10,3 Milliarden Dollar. Die Übernahme soll bereits Anfang Januar abgeschlossen sein, wenigstens juristisch gesehen. Bis die Fusion vollständig vollzogen ist, dauert er erfahrungsgemäss länger. So hat Oracle-Chef Larry Ellison in einer Telefonkonferenz gestern Montag denn auch vor allem versucht, die verunsicherten Kunden zu beruhigen: "Wir werden mehr Kunden haben, wodurch wir mehr in Anwendungsentwicklung und Wartung investieren können."
Unter den Anbieter für Unternehmenssoftware war PeopleSoft die Nummer zwei und Oracel die Nummer drei: Auch nach der Fusion bleibt das neue Unternehmen hinter dem Branchenprimus SAP zurück, schliesst aber natürlich deutlich auf. Analysten gehen davon aus, dass SAP die nun folgenden Monate des Zusammenkommens von Oracle und PeopleSoft dafür nutzen wird, den Marktabstand wieder auszubauen. IBM hingegen dürfte zu den Verlierern des Deals gehören: IBM und PeopleSoft haben erst kürzlich ihre Technologieallianz ausgeweitet. "Oracle wird diese Allianz kaum fortführen. IBM ist der Hauptkonkurrent Oracles im Geschäft mit Datenbanksoftware", zitiert die Financial Times Deutschland den Gartner-Analysten Jeff Comport.