Oracles Akquisitionsstrategie scheint aufzugehen

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von fgr@netzwoche.ch
Oracle steigerte im vierten Quartal den Gewinn um 23 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen, ein Indikator für Oracles Markterfolg, stieg im vierten Quartal um 17 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, was 43 Prozent des gesamten Umsatzes ausmacht. Im gesamten Geschäftsjahr 2006/2007 konnte Oracle den Umsatz mit neuen Lizenzen um 20 Prozent auf 5,882 Milliarden US-Dollar steigern (33 Prozent des Gesamtumsatzes). Der Jahresumsatz stieg um 25 Prozent auf 18 Milliarden US-Dollar, der Gewinn klettere um 26 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar. In Branchenkreisen galt das vierte Quartal als wichtiger Indikator für den Erfolg der Übernahmestrategie von Oracle-CEO Larry Ellison. Ende 2004 übernahm Oracle Peoplesoft für 10,3 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr kamen Siebel (5,85 Milliarden Dollar), Stellent (440 Millionen US-Dollar) Sigma Dynamics und Sunopsis sowie diesen März für 3,3 Milliarden Dollar Hyperion dazu. Der vorerst letzte Coup ist der Mitte Mai angekündigte Kauf von Agile Software (495 Millionen US-Dollar), der im Juli abgeschlossen sein soll. Mit diesen Übernahmen will Oracle vor allem auch den Hauptkonkurrenten SAP übertrumpfen. So lässt sich denn auch der Oracle-Präsiden Charles Phillips in der Pressemeldung zu den Quartalszahlen mit den Worten zitieren: "Unsre Strategie, Innovation mit Akquisition zu kombinieren, schlägt klar die Strategie von SAP, alles selbst bauen zu wollen mit einer proprietären Programmiersprache aus der Ära der 70er-Jahre."