Orange Schweiz durch Mutter zum Abbau gezwungen

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Orange-Schweiz-Chef Andreas Wetter stellte sich an diesem Wochenende den Medien und kommentierte die vorgenommenen Entlassungen: Orange Schweiz müsse schneller als geplant, das heisst bis spätestens Ende 2004, die Eigenfinazierung erreicht haben, erklärte er in einem Interview in der Samstagsrundschau von Radio DRS. Gegenüber der Tageszeitung Le Temps sagte Wetter, dass man zwar schwarze Zahlen schreibe, doch noch immer brauche Orange Schweiz jeden Monat Geld aus Paris. Die hoch verschuldete Orange-Besitzerin France Télécom (FT) würde nichts mehr investieren, falls die Schweiz nicht restrukturiere, meinte er weiter. Seine Aufgabe sei es, die Zukunft der verbleibenden 1500 Mitarbeitern sicherzustellen. Dazu habe er eine Reihe von Kostensenkungsmassnahmen eingeleitet, von denen der Abbau der 200 Stellen und die Verlegung des Call-Centers von Bussigny nach Biel nur ein Teil sei. Zum Streit mit den Gewerkschaften und dem Streik der Orange-Mitarbeiter sagte Wetter, dass man die Gespräche gegenseitig beendet habe, nachdem keine Einigung erzielt werden konnte. Orange könne auf die Forderungen nicht eingehen. Die Kritik der Gewerkschaften am Sozialplan wies er zurück. Die Gewerkschaft zeigte sich allerdings wenig beeindruckt von Wetters Aussagen. Wie Giorgio Pardini, Vizepräsident der Gewerkschaft Kommunikation gegenüber sda sagte, setzten am Samstag einige Mitarbeiter den Streik in Bussigny fort, nicht aber in Biel und Zürich. Er kündigte weitere Streiks an, die aber beendet würden, wenn Orange an den Verhandlungstich zurückkehre. Für Orange bestimmt der Verlauf des für heute Montag in Biel angekündigten Streiks, ob man sich wieder an den Verhandlungstisch setzt. Heute morgen haben Orange-Angestellte dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Petition übergeben. Darin fordern sie das Amt auf, dafür zu sorgen, dass alle Telekommunikationsanbieter einen Gesamtarbeitsvertrag abschliessen, wie Alain Carrupt, Vizepräsident der Gewerkschaft Kommunikation, sagte.