Ost-Erweiterung beschert EU tiefe Internet-Zugangs-Werte

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Durch die Ost-Erweiterung der EU hat diese im Vergleich zu den USA bei der Verbreitung von Internet-Zugängen weiter an Anteilen verloren. Während vor dem 1. Mai 2004 lediglich 35 Prozent der Haushalte in Europa über eine Anbindung ans Internet verfügten, ist dieser Wert durch die Aufnahme der neuen Mitgliedsstaaten weiter gesunken, da keines der neuen EU-Mitglieder eine Durchdringung von über 25 Prozent aufweist. In den USA beträgt die Verbreitung von Internet-Zugängen in den Haushalten 64 Prozent. Zu dieser Aussage kommt eine gestern in Brüssel vorgestellte Studie der französischen Renommier-Universität Insead in Fontainebleau. Entscheidender Faktor für die geringe Verbreitung von Zugängen in den östlichen Ländern sei nicht der Preis, sondern die Tatsache, dass sich vor allem jüngere Nutzer über Mobiltelefone verständigen und deshalb gar nicht über einen Festnetz-Anschluss verfügen. In diesen Fällen fehle dann oft die Möglichkeit, sich per Modem einen Internetzugang einzurichten. Einen separaten Breitbandzugang leisten sich nur wenige. Die Telekommunikationsindustrie in den neuen Mitgliedsstaaten entwickle sich jedoch sehr schnell und wird bald auf den Niveau der anderen Länder liegen, hiess es weiter. Im Breitbandbereich steht Europa im Vergleich mit den USA weiterhin gut da. Trotz der geringeren Verbreitung von Internetanbindungen liegt die Marktdurchdringung mit schnellen Zugängen in mehreren Staaten fast gleich auf oder sogar höher. Die Analysten zeigen sich zuversichtlich, dass die 8-prozentige Abdeckung mit Breitband in der gesamten EU schon bald den US-Wert von 16 Prozent erreichen und sogar übertreffen wird.