Panne bei IT-Projektausschreibung des Bundes
Infolge einer Panne bei einer Projektausschreibung des Bundes, an der das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), das Bundesamt für Informatik- und Telekommunikation (BIT) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) beteiligt sind, ist ein als vertraulich eingestufter Evaluationsbericht für ein IT-Projekt in Millionenhöhe an die Öffentlichkeit gelangt. Dieser liegt dem NetzwocheTicker vor. Der zugespielte Bericht lässt diverse Fragen offen, unter anderem beim Zuschlagsverfahren selbst. So war das Unternehmen, das später den Zuschlag erhalten hat, in der ersten Rangliste bei der Preiseingabe weit entfernt vom günstigsten Angebot. Nach Nachverhandlungen lag es bei allen Stundenansätzen jeweils rund fünf Franken unter den Minimalangeboten der Konkurrenz. Pikantes Detail: Der Chef dieses Unternehmens war früher schon als externer Projektleiter an Vorphasen dieses Projekts beteiligt gewesen.
Claudio Frigerio, Pressesprecher des BIT, das als "Generalunternehmer" fungiert, spricht mit Blick auf die Veröffentlichung des Berichts von einer klaren Panne, die allerdings nicht innerhalb des BIT zu suchen sei. "Eine subalterne Person einer anderen Stelle hat eine falsche Datei auf einen Datenträger kopiert und diesen verschickt." Wo denn die Panne erfolgt sei, sagt Frigerio nicht. Da das BBL für die Veröffentlichung derartiger Ausschreibungen zuständig ist, muss der Fehler in diesem Amt vermutet werden.
Dass das beauftragte Unternehmen über Insiderwissen verfügt hätte, um den Zuschlag für sich zu ergattern, schliesst Frigerio aus. "Das ist systemmässig nicht möglich. Einerseits ist bei einem derartigen Ausschreibungsverfahren die Einsicht in vertrauliche Dokumente auf ein Minimum von Personen beschränkt, andererseits sind unsere Leute im Umgang mit WTO-Ausschreibungen gut geschult." Das BIT habe nicht den geringsten Anlass, die Redlichkeit der Abläufe anzuzweifeln. "Hätte ich andere Informationen, so müssten wir rechtliche Schritte einleiten", ist sich Frigerio der Ernsthaftigkeit des Falls bewusst.
Mit dem Gesamtprojekt des seco "System für die Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik - Neukonzeption (NK AVAM)" werden unter anderem alle RAVs in der Schweiz miteinander vernetzt. Es dient der Vermittlung von Arbeitslosen und über das System werden die Arbeitslosenentschädigungen administriert. Der extern ausgeschriebene Teilbereich des Projekts hat eine Vergabesumme von 7,6 Millionen Franken. Insgesamt dürften sich die Projektkosten auf zwischen 30 und 50 Millionen Franken belaufen.
Claudio Frigerio, Pressesprecher des BIT, das als "Generalunternehmer" fungiert, spricht mit Blick auf die Veröffentlichung des Berichts von einer klaren Panne, die allerdings nicht innerhalb des BIT zu suchen sei. "Eine subalterne Person einer anderen Stelle hat eine falsche Datei auf einen Datenträger kopiert und diesen verschickt." Wo denn die Panne erfolgt sei, sagt Frigerio nicht. Da das BBL für die Veröffentlichung derartiger Ausschreibungen zuständig ist, muss der Fehler in diesem Amt vermutet werden.
Dass das beauftragte Unternehmen über Insiderwissen verfügt hätte, um den Zuschlag für sich zu ergattern, schliesst Frigerio aus. "Das ist systemmässig nicht möglich. Einerseits ist bei einem derartigen Ausschreibungsverfahren die Einsicht in vertrauliche Dokumente auf ein Minimum von Personen beschränkt, andererseits sind unsere Leute im Umgang mit WTO-Ausschreibungen gut geschult." Das BIT habe nicht den geringsten Anlass, die Redlichkeit der Abläufe anzuzweifeln. "Hätte ich andere Informationen, so müssten wir rechtliche Schritte einleiten", ist sich Frigerio der Ernsthaftigkeit des Falls bewusst.
Mit dem Gesamtprojekt des seco "System für die Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik - Neukonzeption (NK AVAM)" werden unter anderem alle RAVs in der Schweiz miteinander vernetzt. Es dient der Vermittlung von Arbeitslosen und über das System werden die Arbeitslosenentschädigungen administriert. Der extern ausgeschriebene Teilbereich des Projekts hat eine Vergabesumme von 7,6 Millionen Franken. Insgesamt dürften sich die Projektkosten auf zwischen 30 und 50 Millionen Franken belaufen.
Philippe Buthey im Interview
So treibt die Groupe Mutuel ihre IT-Transformation voran
Uhr
Fünf Motionen
Nationalrat fordert strengere Kontrollen für Bestellungen ausländischer Onlineshops
Uhr
One small f***ing Step for man ...
Der Tag, an dem erstmals ein Mensch auf dem Mond geflucht hat
Uhr
1,66 Milliarden Franken
Microsoft-Lizenzen treiben IT-Ausgaben des Bundes nach oben
Uhr
Während Cybersecurity-Übung
Auch Google-KI Gemini hackt Unternehmen
Uhr
Business-Software und Gesundheitsdossier
Die neue Netzwoche und das IT for Health sind da
Uhr
Keine neuen Hinweise auf politische Spionage
Update: Bund schliesst NDB-Untersuchung ab - doch Kaspersky-Affäre bleibt offen
Uhr
Editorial
Gadget-Puzzle
Uhr
Auf Rang 14
Schweiz liegt bei KI-Nutzung über globalem Durchschnitt
Uhr
Focus
Der Weg der Daten ins Gesundheitsdossier
Uhr