Politische Unsicherheit in Deutschland macht auch Bechtle zu schaffen

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Der schwäbische Systemintegrator Bechtle hält trotz einem schwachen ersten Halbjahr an seinen Jahreszielen fest, knüpft dieses allerdings an eine spürbare Belebung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Im ersten Halbjahr nahm Bechtles Umsatz akquisitonbedingt um 7,7 Prozent auf 529,8 Millionen Euro zu, organisch nur 1,3 Prozent. Bechtle will bis Jahresende den Gewinn vor Steuern um 12 Prozent auf 42 Millionen und den Umsatz um 20 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigern. Bechtle hatte im ersten Quartal an einer ausgeprägten Zurückhaltung der Industrie und der öffentlichen Auftraggeber gelitten, sagte Vorstandschef Ralf Klenk gegenüber Reuters. Diese führt er auf die schwache Konjunktur und auf die unsichere politische Lage vor der Bundestagswahl zurück. Er verspricht sich kräftiges Wachstum durch Aufträge der staatlichen Verwaltungen. "Das Auftragspotenzial bei der öffentlichen Hand ist immens", so Klenk.
Über die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal will Bechtle am 11. November informieren.
Bechtle wuchs im letzten Jahr vor allem durch Akquisitionen, einige davon in der Schweiz. Bechtle hatte im April 2005 die Gümliger DELEC mit rund 200 Mitarbeitern übernommen, im März den Thalwiler Systemintegrator CDC IT und im August letzten Jahres die Berner Gate Informatik.