Post: Digitale Briefmarken ab Herbst

Uhr | Aktualisiert
Die Post ist der Einführung digitaler Briefmarken einen Schritt näher. Am Mittwoch hat die Post mit der Deutschen Post den Lizenzvertrag zu deren Software Stampit unterschrieben. Wie viel die Post für die Lizenz bezahlt, sei Gegenstand des Vertrages, deren Inhalte die Schweizerische Post nicht veröffentlicht, erklärte Post-Mediensprecher Oliver Flüeler. Nach einem Test im vergangen Jahr mit 30 ausgewählten Firmen, der laut Flüeler sehr gut verlaufen ist, wird die Software nun den hiesigen Bedingungen angepasst. Voraussichtlich im Sommer ist ein Pilotbetrieb mit einem grösseren Nutzerkreis der Schweizer Version von Stampit geplant. Falls dieser Pilot ebenfalls positiv verläuft, soll Stampit laut Flüeler voraussichtlich im Herbst eingeführt werden. Stampit ist das einzige Produkt dieser Art in Europa und ist in Deutschland laut Angaben der Deutschen Post auf über 40000 Computern installiert. Die Software richtet sich vor allem an kleinere Firmen, Büros, Vereine oder Betriebe mit einem wöchtenlichen Ausstoss von über 20 Briefen, die sich keine grossen Frankierungsmaschinen oder intelligente Frankiersysteme leisten wollen. Die Briefmarken lassen sich ab Computer direkt mit jedem Drucker auf das Briefpapier oder die Umschläge drucken. Kunden holen sich passwortgeschützt die Marke aus dem Internet. In Deutschland wird das Porto von einem vorher gelösten Guthaben abgezogen. Wie wir in der Schweiz die Zahlungsmöglichkeiten lösen werden, ist derzeit noch nicht entschieden, erklärte Flüeler.